Liveticker Iran-Krieg – US-Marine soll festgesetze Schiffe in der Straße von Hormus "befreien"

4.05.2026 13:40 Uhr
13:40 Uhr
US-Beamter bezeichnet iranischen Bericht über Schiffsangriff als "erfunden"
Ein US-Beamter erklärt gegenüber Al Jazeera, die Behauptung Irans, ein Schiff der US-Marine mit zwei Raketen getroffen zu haben, sei unwahr.
"Die iranische Revolutionsgarde hat einen Bericht über einen Angriff auf ein Schiff der US-Marine erfunden, und dieser Bericht ist falsch", sagte der Beamte.
13:05 Uhr
Zwei Raketen treffen angeblich US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf lokale Quellen, dass zwei Raketen ein Schiff der US-Marine in der Nähe von Jask getroffen haben, nachdem dieses Warnungen der Revolutionsgarde, anzuhalten, ignoriert hatte.
Der gemeldete Angriff erfolgt, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, die USA würden am Montag das "Projekt Freiheit" starten, um gestrandete Schiffe aus der Straße von Hormus zu "leiten".
12:02 Uhr
Seefahrtsbehörde zitiert "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Straße von Hormus
Das US-Kriegsministerium startete laut Anordnung von US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn das sogenannte "Projekt Freedom", umgesetzt durch Marineeinheiten, die laut Vorstellungen Washingtons "bei der Befreiung" festgesetzter Handelsschiffe in der Straße von Hormus bei der Durchfahrt "helfen sollen".
Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) zitiert parallel in einer aktuellen Mitteilung die übermittelten "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Region. Demnach ist seitens des Pentagons ein neuer "US-Sicherheitskorridor" geplant, der betroffene Schiffe anweist, südlich der bisherigen Fahrrinnen, näher an der Küste Omans, zu fahren. Dazu heißt es in der Mitteilung in drei Punkten:
- Details: Die USA haben eine erweiterte Sicherheitszone eingerichtet, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus südlich des Verkehrstrennungsgebiets zu unterstützen.
- Position/Gebiet: südlich der Verkehrstrennungszone in der Straße von Hormus
- Maßnahme: Schiffe, die die Straße von Hormus durchfahren möchten, sollten eine Route durch die Hoheitsgewässer Omans südlich der Verkehrstrennungszone in Betracht ziehen. Aufgrund des zu erwartenden Verkehrsaufkommens wird die Abstimmung mit den omanischen Behörden über UKW-Kanal 16 empfohlen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten
11:54 Uhr
Iranische Besatzungsmitglieder eines US-gekaperten Frachtschiffs nach Pakistan ausgeflogen
Laut Angaben des pakistanischen Außenministeriums wurden die Besatzungsmitglieder eines iranischen Frachtschiffs, das im Vormonat von US-Marinekräften aufgebracht und gekapert wurde, nachdem es zuvor versucht hatte, die US-Militärblockade zu durchbrechen (RT DE berichtete), nach Pakistan ausgeflogen.
Der amtierende Außenminister Pakistans erklärte am Montagvormittag dazu auf X:
"Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass 22 Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten iranischen Containerschiffs 'MV Touska' sicher nach Pakistan evakuiert wurden. Die Personen wurden gestern Abend sicher nach Pakistan geflogen und werden heute nach Iran überführt. Das iranische Schiff wird zudem in pakistanische Hoheitsgewässer zurückgebracht, um nach den notwendigen Reparaturen an seine ursprünglichen Eigner zurückgegeben zu werden."
Pleased to announce that twenty-two crew members from the seized Iranian container vessel, “MV Touska”, have been safely evacuated to Pakistan.The individuals were safely flown in Pakistan last night and will be transferred to Iran today. The Iranian ship is also being…
— Ishaq Dar (@MIshaqDar50) May 4, 2026Die Umsetzung erfolgte laut dem Außenminister koordiniert "mit Unterstützung sowohl der iranischen als auch der US-amerikanischen Behörden" und soll damit "eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme darstellen".
11:21 Uhr
OPEC+-Mitgliedsstaaten kündigen "moderate Produktionssteigerung für Marktstabilität" an
Sieben Länder der sogenannten "OPEC+-Gruppe" ölfördernder Länder, darunter auch Russland, haben am Wochenende bekannt gegeben, dass sie sich im Rahmen ihres Engagements für "Marktstabilität" auf eine "moderate Produktionssteigerung" ab Juni geeinigt hätten. Es handelt sich damit um die dritte monatliche Erhöhung in Folge, wie der Verbund am Sonntag mitteilte.
Die Zusage der sieben Länder, zu denen auch Saudi-Arabien, Algerien, Irak, Kasachstan, Kuwait und Oman gehören, die Produktion "um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen", erfolgte im Anschluss an ein virtuelles Treffen, das am Sonntag laut Agenturmeldungen abgehalten worden war. Das Meeting fand nach dem überraschenden Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC-Gruppe statt.
Iran ist eines der zwölf ständigen Mitgliedsländer der OPEC, Russland demgegenüber nicht, arbeitet jedoch im Rahmen der OPEC+-Gruppe mit dem in Wien ansässigen Ölproduzentenverband zusammen.
Die sieben Länder kündigten zudem an, monatliche Treffen abzuhalten, "um die Marktbedingungen, die Einhaltung der Vereinbarungen und die Ausgleichszahlungen zu überprüfen". Die nächsten Konsultationen seien für den 7. Juni vorgesehen.10:50 Uhr
Iranisches Konsulat in Indien kontert im "Uno-Kartenspiel"
Das Social-Media-Team des Weißen Hauses präsentiert am Montag in den sozialen Medien die demnach andauernde Wahrnehmung von US-Präsident Donald Trump, laut der er auch weiterhin im andauernden Kriegskonflikt "alle Trümpfe" in der Hand habe. Unkommentiert wird der Präsident dabei mit UNO-Karten abgebildet.
Das iranische Konsulat in Indien kontert nun am frühen Vormittag im laufenden "UNO-Kartenspiel", um unter Abbildung von Spielkarten des IRGC-Armeesprechers zu kommentieren:
"Ja, wir haben weniger Karten."
Yes, we have less cards 😎 https://t.co/OZdIoz6gcupic.twitter.com/RzSJF30trd
— Iran In Hyderabad (@IraninHyderabad) May 4, 202610:21 Uhr
Tote und Verletzte – Israel attackiert unvermindert Südlibanon
Unbeeindruckt von internationalen Anmahnungen setzen IDF-Kräfte auf Anordnung der Netanjahu-Regierung ihre Luftangriffe auf Gebiete im Süden des Libanons fort. Am Sonntag kam es dabei laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums zu mehreren Toten und Verletzten.
Mit Wochenbeginn erklärte das israelische Militär, dass erneut IDF-Kräfte eine Reihe von Luftangriffen auf angebliche Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon gestartet hätten. Staatliche libanesische Nachrichtenagenturen bestätigten kurz darauf einen Angriff auf die südliche Stadt Barashit im Gouvernement Nabatieh.
Das israelische Militär hatte dabei zuvor am Sonntag neue Evakuierungswarnungen für Dörfer im Südlibanon herausgegeben, die außerhalb des von ihm besetzten Gebiets liegen.
Die Warnung betraf laut Behördenangaben mehr als zehn Dörfer und Ortschaften, darunter mehrere im Bezirk Nabatieh, der nördlich des Litani-Flusses liegt. Südlich davon sind israelische Bodentruppen bereits seit Monaten stationiert.09:57 Uhr
Washington präsentiert Iran-Krieg als vermeintliches "Uno-Kartenspiel"
US-Präsident Donald Trump rechtfertigte am Montag der Vorwoche vor Journalisten seine Entscheidung, die Entsendung seiner Gesandten zu Gesprächen mit Teheran auszusetzen, mit der Erklärung, es wäre "zu viel Zeit durch das Reisen verloren gegangen". Wörtlich gab er dabei zu Protokoll:
"Wenn sie wollen, können sie mich anrufen – wir haben alle Karten (Trümpfe) in der Hand, wir haben alles gewonnen."
Rund eine Woche später präsentiert das Social-Media-Team des Weißen Hauses in den sozialen Medien die demnach andauernde Wahrnehmung von Trump - "Ich habe alle Trümpfe". Unkommentiert wird der Präsident mit UNO-Karten abgebildet, auf denen zudem das Wort "wild" steht.

09:38 Uhr
Bundeswehr verlegt Minenjagdboot "vorsorglich" in Richtung Mittelmeer
Laut Informationen des Verteidigungsministeriums verlegt die Bundesmarine zu Wochenbeginn das Minenjagdboot "Fulda" vom Marinestützpunkt Kiel-Wik in Richtung Mittelmeer. Der Spiegel berichtet:
"Die deutsche Marine verlegt das Minenjagdboot 'Fulda' vorsorglich ins Mittelmeer. Hintergrund ist ein möglicher Einsatz zur Sicherung der blockierten Straße von Hormus."
Eine mögliche militärische Initiative wäre dabei jedoch ohne Absegnung der Abgeordneten in Berlin im Rahmen eines Bundestagsmandats nicht möglich. Die Verlegung diene daher nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums rein "der Vorausstationierung".
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte in der Vorwoche die Verlegung bereits angekündigt. Durch die "Vorausstationierung" werde "wertvolle Zeit gespart, um die im Bündnis hoch anerkannten Minenjagd-Fähigkeiten der 'Fulda' schnell in den Einsatz zu bringen, wenn die durch die Bundesregierung bestimmten Voraussetzungen erfüllt sind", so der Spiegel eine Ministeriumssprecherin zitierend.
09:16 Uhr
Britische Seeverkehrssicherheitsbehörde meldet zwei Angriffe auf Handelsschiffe
Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) berichtete am Sonntag auf ihrer Webseite über zwei militärische Vorfälle in der Straße von Hormus. Insgesamt hat sie gestern drei Meldungen veröffentlicht.

Im Rahmen der Meldungen heißt es:
- #50 – Angriff: Die UKMTO hat eine Meldung über einen Vorfall elf Seemeilen westlich von Sirik (Iran) erhalten. Der Kapitän eines in Richtung Norden fahrenden Massengutfrachters hat berichtet, von mehreren kleinen Booten angegriffen worden zu sein.
- #51 – verdächtige Aktivitäten: Die UKMTO hat von mehreren Kapitänen in der Nähe von Ras Al Khaimah (VAE) die Meldung erhalten, dass sie per UKW-Rundfunk angewiesen wurden, ihre Ankerplätze zu verlassen.
- #52 – Angriff: Die UKMTO hat eine Meldung über einen Vorfall 78 Seemeilen nördlich von Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate) erhalten. Ein Tankschiff hat gemeldet, von unbekannten Geschossen getroffen worden zu sein.
Alle Besatzungsmitglieder der zwei Angriffe seien "wohlauf". Zudem wurden bezogen auf die letzte Meldung "keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet", so die UKMTO mitteilend.
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