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Liveticker Ukraine-Krieg: Weiterer Abrams-Panzer bei Awdejewka zerstört

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Weiterer Abrams-Panzer bei Awdejewka zerstört© Soziale Netzwerke
  • 4.03.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Selenskij kündigt Personalveränderungen im ukrainischen Militär an

    In den Reihen des ukrainischen Militärs soll eine Reihe von Posten neu besetzt werden. Dies kündigte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in einem Video, das auf seinem Telegramkanal veröffentlicht wurde, an. Er sagte:

    "Kommandeure mit realer Kampferfahrung von der Front wurden aus den Brigaden zur Entscheidungsfindung herangezogen. Heute habe ich eine Reihe von notwendigen Neubesetzungen für die Streitkräfte abgestimmt und unterzeichnet."

    Um welche Stellen und Personen es sich konkret handelt, gab Selenskij nicht bekannt. Zuvor hatte der Chef des Kiewer Regimes am heutigen Montag angekündigt, dass der Posten des Kommandanten der Unterstützungsstreitkräfte der Ukraine neu besetzt werde. Der bisherige Leiter der Unterstützungsstreitkräfte, die unter anderem Pioniertruppen, ABC-Abwehrtruppen, militärtopographische und meteorologische Dienste umfassen, Generalmajor Dmitri Gerega, wurde entlassen. An seine Stelle trat Brigadegeneral Alexandr Jakowez.

  • 21:35 Uhr

    Podoljaka: Höhepunkt der Gefechte bei Tschassow Jar – Umbruch naht

    Die Reserven, die das Kiewer Kommando bei Tschassow Jar in den Kampf geworfen hat, halfen den ukrainischen Streitkräften, die Front von Bogdanowka bis Iwanowskoje zu stabilisieren. Doch Russlands Truppen greifen nun auch weiter südlich an, bei Kleschtschejewka und Andrejewka.

    Für die Verteidigung auch dieser Ortschaften reichen die Reserven Kiews vermutlich nicht aus, wie entsprechende Befürchtungen, die von der ukrainischen Seite bereits geäußert wurden, belegen.

    Ein ähnliches Bild bietet sich im Raum Awdejewka. Juri Podoljaka hält in seiner Analyse der Gefechtslage zum 4. März 2024 fest: Dort schickte Kiew gleich zwei ukrainische sogenannte "Elite-Brigaden" ins Gefecht, die 47. Mechanisierte Brigade Magura und die 3. Separate Mechanisierte Sturmbrigade, die um "Veteranen" der nazistischen Terrormiliz Asow formiert wurde. Sie versuchen seit mehreren Tagen verzweifelt, die hastig eingerichtete Verteidigungslinie Berdytschi-Orlowka-Tonenkoje zu halten – konnten den Vormarsch von Russlands Soldaten jedoch lediglich bremsen. Sobald diese Einheiten und gegebenenfalls weitere dort gebundene Reserven aufgerieben sind, wird die russische Armee wieder deutlich schneller vorrücken können. Und dieser Augenblick scheint nicht mehr weit zu sein, so der Journalist: Abrams-Panzer aus US-Fertigung, die Kiew bisher dem Kampf fernhielt, setzt die 47. Brigade mittlerweile ein – und verliert Panzer um Panzer.

    Nur wenig südlicher, in Krasnogorowka, nehmen ukrainische Kämpfer Videoclips von ihrer Lage auf – und resümieren:

    "Mir scheint, bald sind wir am Arsch."

  • 21:08 Uhr

    Gouverneur des Gebiets Cherson: Über 50 ukrainische Drohnen an einem Tag abgeschossen

    Während des vergangenen Tages haben Russlands Streitkräfte über dem Gebiet Cherson 51 Drohnen abgeschossen. Dies berichtet der Gouverneur der Region, Wladimir Saldo, auf seinem Telegramkanal. Zusätzlich gibt er bekannt, dass drei gepanzerte Kampffahrzeuge sowie sechs Geschütze und Mörser ausgeschaltet wurden. Einheiten des Truppenverbands Dnjepr greifen die ukrainischen Verbände mit allen Mitteln an, erklärte Saldo. Der Gouverneur schrieb:

    "Die Säuberung des linken Ufers des Gebiets Cherson wurde fortgesetzt. Der Gegner hörte praktisch auf, Personal und Munition dorthin zu transportieren. Gleichzeitig bleibt der Einsatz von Kampfdrohnen, insbesondere FPV-Drohnen, durch den Feind intensiv."

  • 20:43 Uhr

    Myśl Polska: Man will Polen in den Konflikt in der Ukraine hineinziehen

    Man versuche aktiv, Polen in den russisch-ukrainischen Konflikt hineinzuziehen, der Warschau in keiner Weise betreffe, schreibt die Zeitung Myśl Polska. Die Polen werden mit dem Märchen gefüttert, dass die Ukrainer angeblich für Europa kämpften, heißt es in dem Artikel:

    "Sie sprechen davon, dass dies unser Krieg ist, dass wir bereits in ihn verwickelt sind. Sie sagen, dass die Konfrontation mit Russland unvermeidlich und nur eine Frage der Zeit sei. All das ist eine methodische, immer wieder ausgearbeitete und einfach abscheuliche Lüge."

    Der Ukraine-Konflikt geht Polen nichts an und sollte es auch nicht, schließt der Autor des Artikels und mahnt:

    "Wir können immer noch den Frieden wählen. Noch müssen wir unsere Söhne nicht in den Tod schicken. Wir müssen unser Land nicht zerstören. Und wir müssen nicht zulassen, dass unsere Politiker das tun. Vielmehr müssen wir unsere Stimme erheben und deutlich sagen: Wir wollen nicht für die Krim sterben."

  • 19:52 Uhr

    Russlands Außenministerium fordert vom deutschen Botschafter Erklärungen zu möglichen Taurus-Lieferungen an Kiew

    Russland hat vom deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff Erklärungen hinsichtlich der möglichen Lieferungen von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine gefordert. Eine auf der Seite des russischen Außenministeriums veröffentlichte Mitteilung legt offen, dass Moskau dem deutschen Botschafter eine Demarche erklärt hat und gibt weiter bekannt:

    "Russlands Außenministerium hat vom Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Alexander Graf Lambsdorff, Erklärungen gefordert im Zusammenhang mit einer Diskussion von hochgestellten deutschen Offizieren über die Möglichkeit der Lieferung von Marschflugkörpern mit großer Reichweite vom Typ Taurus an das Kiewer Regime sowie die praktische Hilfeleistung an Streitkräfte der Ukraine bei der militärischen Anwendung dieser Flugkörper gegen Ziele in Russland."

    Die Behörde betonte, dass die Diskussion um die Lieferung von Taurus-Raketen an Kiew von einer Beteiligung des "kollektiven Westens" einschließlich Deutschlands am Ukraine-Konflikt zeuge.

    Außerdem erklärte das Ministerium gegenüber Lambsdorff, dass Deutschlands Versuche, die Tätigkeit russischer Journalisten einzuschränken, inakzeptabel seien und nicht unbeantwortet bleiben würden.

  • 19:10 Uhr

    Politologe: NATO bereitet eine Provokation vor, um Krieg mit Russland zu beginnen

    Der tschechische Politologe und Ex-Diplomat Petr Drulák sagte in einem Interview mit der tschechischen Zeitung Parlamentní listy, dass die NATO eine Provokation in den baltischen Staaten einleiten könnte, um einen großen Krieg mit Russland zu beginnen. Dem Politexperten zufolge sprechen die Mitglieder des Militärblocks zunehmend über mögliche militärische Aktionen gegen Russland in absehbarer Zeit. Drulák betonte, dass es sich in diesem Fall zweifellos um den Dritten Weltkrieg handele und erklärte:

    "Ich habe den Eindruck, dass ein Teil des NATO-Establishments sich wirklich ernsthaft auf einen Krieg mit Russland vorbereitet und diesen plant. […] Ich kann mir schon jetzt Aktionen unter falscher Flagge vorstellen. Nehmen wir an, jemand aus dem Baltikum erklärt, dass sie von Russland angegriffen werden und man handeln müsse. In diesem Augenblick werden die höllischen Mechanismen in Gang gesetzt, die uns alle in den Krieg ziehen werden."

  • 18:31 Uhr

    Medienbericht: Kiew kann den Verbleib von 700.000 Mobilisierten nicht erklären

    Wie die US-Zeitung Washington Post meldet, kann Kiew trotz akuten Personalmangels in den ukrainischen Streitkräften nicht erklären, wo sich die "mobilisierten" 700.000 Soldaten befinden und was sie eigentlich tun. Nach Angaben der Zeitung habe Alexander Syrski, der Anfang Februar zum Oberbefehlshaber ernannt wurde, den Zustand der ukrainischen Streitkräfte noch nicht geklärt. In dem Artikel der Zeitung heißt es:

    "Fast einen Monat nach seiner Ernennung hat niemand in der militärischen Führung oder … in der Verwaltung erklärt, wo diese 700.000 Menschen sind oder was sie tun."

    Die abnehmende Zahl der kampfbereiten Soldaten in den ukrainischen Truppen hat sich zu einer strategischen Krise entwickelt, so die Zeitung.

  • 17:55 Uhr

    Orbán: Die Lage an der Front entwickelt sich im Interesse Russlands

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte auf einer von der Industrie- und Handelskammer organisierten Konferenz in Budapest, dass der Westen Russland im Ukraine-Konflikt nicht besiegen, Russland aber auch nicht gewinnen könne, weshalb so schnell wie möglich Friedensgespräche aufgenommen werden müssten. Und je früher dies geschieht, desto besser für alle, betonte er. Dazu gehöre auch der Westen, der, so Orbán, in der Ukraine einen "indirekten Krieg" gegen Russland führe. Der ungarische Politiker betonte:

    "Es ist bereits ziemlich offensichtlich, dass dieser Krieg gegen Russland nicht durch den Westen gewonnen wird … es gibt nur eine Lösung: Früher oder später müssen Friedensgespräche beginnen. Vor einem Jahr war die militärische Situation noch nicht so eindeutig wie heute. Jetzt ist es ganz klar, dass sie sich zugunsten Russlands neigt … die meisten westeuropäischen Länder glauben leider, dass die Zeit auf der Seite des Westens steht und eine günstigere Position für die Aufnahme von Verhandlungen erreicht werden kann, wenn der Krieg weitergeht. In Europa gibt es eine aktive Debatte über diese Frage, und Ungarn ist eines der wenigen Länder, die anderer Meinung sind."

  • 17:05 Uhr

    Lawrow: Ukraine wurde zum Geschäftsprojekt des Westens, Moldawien soll folgen

    Die Ukraine ist ein rein kommerzielles Projekt von Washington, wobei europäische Staaten dessen Leidtragende sind, erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow. Während der Plenarsitzung des Weltjugendfestivals erklärte er:

    "Europa ist eines der Hauptopfer dieses Krieges des Westens gegen Russland. Europa wurde gezwungen, alle seine Waffen an die Ukraine abzugeben, um gleich darauf US-amerikanische Waffen als Ersatz für die an Kiew abgegebenen zu verkaufen. Das ist ein gigantisches, rein kommerzielles Projekt. Wie immer versuchten die US-Amerikaner von der Aggression zu profitieren, die sie in unterschiedlichsten Winkeln der Welt begannen."

    Lawrow merkte an, dass Washington alles getan hätte, um die Beziehungen zwischen Russland und Europa im Bereich der Energieversorgung zu sabotieren, was auch die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines beinhaltete. Außerdem warnte der Außenminister, dass nach der Ukraine Moldawien vom Westen gegen Russland instrumentalisiert werden könne:

    "Der Westen begann gleich seit Anfang der postsowjetischen Epoche, sich in Beziehungen zwischen Russland und seinen Nachbarn einzumischen. Sie führen immer noch eine solche Politik. Das ist sowohl in Zentralasien als auch in Transkaukasien sichtbar. Sichtbar ist es auch im europäischen Teil der ehemaligen UdSSR: Die Ukraine, Moldawien, das offen als ein Nachfolger der Ukraine im Hinblick auf eine komplette Unterwerfung seiner Führung vorbereitet wird."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.