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Palästina-Flagge auf der Bühne: Singapur verbannt britische Band Massive Attack

Die bekannte britische Band Massive Attack darf nach einem Konzert in Singapur künftig nicht mehr in dem Stadtstaat auftreten. Die Behörden verhängten gegen die beiden Gründungsmitglieder Robert "3D" Del Naja und Grant "Daddy G" Marshall ein Einreiseverbot, nachdem sie während eines Konzerts eine palästinensische Flagge gezeigt und "Free Palestine" gerufen hatten.

Die Band erklärte, die gesamte Tourbesetzung sei nach dem Auftritt von der Polizei festgehalten und getrennt befragt worden. Zudem seien teilweise Hotelzimmer durchsucht und Reisepässe vorübergehend eingezogen worden. Massive Attack sprach von einer "surrealen Erfahrung" und kritisierte das Vorgehen als Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Die Behörden in Singapur begründeten ihr Vorgehen mit den strengen Gesetzen des Landes. Das öffentliche Zeigen ausländischer Flaggen und politischer Botschaften bei Veranstaltungen ist ohne Genehmigung untersagt.

Massive Attack wurde im Jahr 1988 im englischen Bristol gegründet und gilt als Mitbegründer des sogenannten Trip-Hop-Genres. Zu ihren bekanntesten Songs zählen unter anderem "Teardrop", "Unfinished Sympathy" und "Angel".

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