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Chef der Handelskammer: US-Unternehmen in Russland weiterhin erfolgreich tätig

Händler aus den USA, die aktuell auf dem russischen Markt aktiv sind, pflegen gute Beziehungen zu lokalen Wirtschaftsvertretern und zu der Regierung. Dies erklärt Robert Agee, Präsident der US-Handelskammer in Russland. "Wir erfahren keinerlei Diskriminierung", so Agee.
Chef der Handelskammer: US-Unternehmen in Russland weiterhin erfolgreich tätigQuelle: Sputnik © ALEXEI DANITSCHEW

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat der Präsident der US-Handelskammer in Russland (AmCham), Robert Agee, erklärt, Unternehmen aus seinem Land arbeiteten nach wie vor erfolgreich auf dem russischen Markt. "Wir erfahren keinerlei Diskriminierung, obwohl westliche Unternehmen heutzutage als unfreundliche Jurisdiktion eingestuft werden", meinte Agee.

US-amerikanische Geschäftsleute "unterhalten sehr gute Beziehungen zu ihren Kollegen, zur russischen Geschäftswelt und zu der Regierung Russlands", fügte der Vorsitzende der US-Wirtschaftsvertretung in Moskau hinzu. Und weiter:

"Wir stehen in ständigem Kontakt, treffen uns regelmäßig und besprechen alles Notwendige. Bei Fragen oder Problemen wenden wir uns an verschiedene Ministerien, wo man uns zuhört, Rat gibt und uns unterstützt."

Kürzlich erklärte Agee ebenfalls in einem Gespräch mit RIA Nowosti, die US-Unternehmen würden tatsächlich sehr unter den antirussischen Sanktionen leiden. So hätten die Händler allein in den vergangenen vier Jahren rund 200 Milliarden Dollar verloren.

Westliche Unternehmen hätten den russischen Markt, der für sie attraktiv, stabil und schnell wachsend gewesen sei und dies auch bleibe, nicht verlassen wollen, betonte der Chef der US-Handelskammer. Darüber hinaus biete Russland hervorragende Perspektiven für die Entwicklung der Beziehungen zu den Nachbarländern in Zentral- und Mittelasien.

Aus diesem Grund sei es für die US-amerikanischen Geschäftsleute schon immer wichtig gewesen, die Produktion in Russland zu lokalisieren und Fabriken sowie Werke in dem Land aufzubauen. "Eines unserer Unternehmen beispielsweise betreibt heute in der Russischen Föderation zwölf eigene Betriebe, die über verschiedene Regionen verteilt sind", fügte Agee hinzu.

Moskau nannte die westlichen Sanktionen, die nicht auf einer Resolution des UN-Sicherheitsrats beruhen, illegal sowie kontraproduktiv und erklärte, sie hätten ihr Ziel verfehlt, die russische Wirtschaft zu schwächen oder einen Politikwechsel zu erzwingen. Russische Vertreter erklären, die Sanktionen hätten stattdessen die Wendung des Landes nach Asien beschleunigt und die heimischen Industrien gestärkt.

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