
Russland hilft Serbien bei Bekämpfung von Waldbränden: Löschflugzeug Il-76 im Einsatz

Russland beteiligt sich an der Bekämpfung von Waldbränden in Serbien. In der Nacht zum Donnerstag ist auf dem Flughafen der Stadt Niš ein Löschflugzeug des Katastrophenschutzministeriums der Russischen Föderation gelandet. Wie die Pressestelle der russischen Behörde auf der Plattform Telegram mitteilte, werde die Iljuschin Il-76 der Republik Serbien beim Löschen von Naturbränden helfen. Der Einsatz wurde demnach im Auftrag von Präsident Wladimir Putin organisiert, nachdem Belgrad wegen der kritischen Brandgefahr für Wohngebiete Moskau um Unterstützung gebeten hatte.

Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzes ist das Flugzeug extra für den Kampf gegen große Brände ausgerüstet. In einer anderen Pressemitteilung stuft die russische Behörde die Situation in Serbien als "äußerst kompliziert" ein und spricht von einem ernsthaften Risiko für die Bevölkerung und die Infrastruktur des Balkan-Staates. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit seien die jeweiligen russischen Zivilschutzeinheiten bereit, schnell zu handeln und eng mit den zuständigen serbischen Behörden zu kommunizieren. Dabei wird betont:
"Unsere gemeinsamen Anstrengungen werden sich auf die Eindämmung von Naturbränden und auf den Brandschutz von Wohngebieten und kritisch wichtigen Objekten richten."
Mit seinem Löscheinsatz stärke Moskau zugleich die Tradition der internationalen Solidarität und der gegenseitigen Hilfeleistung, heißt es.
Am 17. August hatte Serbiens Innenminister Ivica Dačić einen Großbrand im Naturschutzgebiet Deliblatska Peščara im Nordosten des Landes gemeldet. In der sogenannten Banater Sandwüste war zu jenem Zeitpunkt eine Fläche von 3.500 Hektar von Flammen ergriffen. An diesem Dienstag beschwerten sich Einwohner in verschiedenen Teilen Serbiens über Rauch und Brandgeruch.
Auch in anderen Ländern der Region wüten Brände, die auf extreme Temperaturen und Trockenheit zurückzuführen sind. In Montenegro haben Feuerwehren zuletzt gegen Feuer entlang der Küste gekämpft. Brände wurden auch in der Nähe der albanischen Hauptstadt Tirana gemeldet. In Kroatien mussten viele Touristen in Notunterkünften untergebracht werden. Es gab mehrere Opfer, Autos brannten aus, Gebäude wurden zerstört.
Wegen der im Zusammengang mit dem Ukraine-Krieg verhängten EU-Sanktionen dürfen sich russische Löschflugzeuge nicht an der Brandbekämpfung in anderen von der Hitze stark betroffenen Staaten wie Spanien, Frankreich oder Belgien beteiligen.
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